Spieleperlen #8 – Arler Erde

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In diesem gewaltigen 2-Personen-Strategiespiel widmen wir uns der Urbarmachung Ostfrieslands. Wir legen Moore trocken, deichen Ländereien ein, züchten Nutztiere, verarbeiten landwirtschaftliche Produkte und handeln damit – manchmal sogar bis ins weit entfernte Bremen!

Zu Anfang des Spiels besitzt jede Spielerin nur ein kleines mittelalterliches Friesendorf hinter der Deichlinie – mit einem Stall, einem Pferd, etwas Rohstoffen und wenig Ackerland, aber dafür ganz viel Moor. Über einen Zeitraum von 9 Halbjahren gilt es nun, dieses Dorf und seine umliegenden Ländereien mithilfe unserer Arbeiter möglichst geschickt zu entwickeln. Hierzu stehen den Spielern etwa 30 verschiedene Aktionsfelder zur Auswahl, die ihnen ermöglichen, das Land zu bewirtschaften, Felder zu bestellen, Holz zu schlagen, Gebäude zu errichten und vor allem auch dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung nicht hungern und im Winter nicht frieren muss.

Verzwickt wird die ganze Geschichte vor allem dadurch, dass uns nur vier Arbeiter pro Halbjahr zur Verfügung stehen und einige Aktionsfelder nur im Sommer, andere jedoch nur im Winter benutzt werden können.


Was macht das Spiel besonders?

Arler Erde fasziniert durch seine Ausstattung mit massenhaft tollem Holzmaterial und natürlich durch seine beachtliche Spieltiefe. Die zahlreichen Aktionsfelder, Gebäude, Tiere, Fuhrwerke, Torfkähne usw. greifen mechanisch wunderbar gut ineinander und bieten den Spielerinnen zahlreiche Möglichkeiten zur Entwicklung und eine immense Vielfalt. In gut zwei Stunden Spielzeit entfaltet sich so ein gemütliches aber auch intensives und herausforderndes Duell für Zwei, an dessen Ende das befriedigende Gefühl steht, aus einem bescheidenen Dörfchen wirklich etwas gemacht zu haben.

Dem Autor ist hier ein wunderbar thematisches Strategiespiel gelungen, in dessen Spielschachtel nicht nur jede Menge Material, sondern vor allem auch Herzblut und Heimatliebe steckt. Der Region Ostfriesland und ihren Menschen ist hier ein spielerisches Denkmal gesetzt worden.

Wem könnte es gefallen?

  • Pärchen oder gute Freunde, die ein anspruchsvolles Spiel für Zwei suchen
  • Fans von großen Strategiespielen wie „Agricola“
  • Ostfriesinnen und Ostfriesen, die keine Angst vor einem komplexen Spiel haben

Eckdaten

Genre: Aufbaustrategie
Anspruch: komplex (ab 14 Jahren)
Spielerzahl: 1–2
Spieldauer: ca. 120 Minuten

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